Trockentauchanzüge
Schreiber Duisburg
Kontaktkleber

Bei Kontaktkleber nimmt man immer den besseren, wie schon erwähnt.
An dieser Stelle einige grundsätzliche Hinweise, aber mit Vorbehalt, ich bin Praktiker ! Ich habe den Kleber nicht studiert.
Um wirklichen Durchblick zu haben, muss man fast schon ein gstudierter Chemiker sein.
Mir reicht es, dass ich um die verschiedenen Arten der Gefährlichkeit bescheid weiß, und dass ich weiß, wie man damit umgeht.
Wohlbemerkt, ich spreche hier "nur" von dem Kontaktkleber im allgemein- gebräuchlichen Sinn: von dem, welchen man im Baumarkt, entweder dosenweise oder in der Tube einkauft, der so typisch "trielt" und so typisch riecht, den man bei Zimmertemperatur verarbeitet, und den man auf beiden eingestrichenen Flächen antrocknen lassen muss, und bei dem man nach Zusammenfügen der beiden Flächen diese absolut nicht mehr verschieben kann.

Der allgemein übliche und für Neopren qualitätsmäßig ausreichende besteht nur aus einer Komponente, man braucht also keinen Härter dazumischen.
Man kann ihn, wenn er durch Verdunstung allmählich eingedickt ist, mit dem dazugehörigen Lösungsmittel wieder verdünnen.
Dieses Lösungsmittel ist noch viel gefährlicher und brennbarer als der Kleber, natürlich extrem giftig und auf der Haut stark fettlösend, um nicht zu sagen fettauslaugend !
Es hat denselben typischen "Pattexgeruch" .
Fragt mich bitte nicht nach der chemischen Zusammensetzung, bzw. Bezeichnung.
Die meisten Verdünner bestehen aus Methyl-Ethyl-Keton.
Soviel zum "normalen Kontaktkleber".

Nicht zu verwechseln mit dem "anderen" : nämlich dem Zweikomponenten-Kleber !
Da gibt's zum Beispiel den dunklen von TipTop, hellen oder farblosen von Viking und Continental usw.
Unter dem Namen Pängolit gab's vor 40 Jahren auch noch einen weißen.
Ich persönlich benutze heutzutage keinen Zweikomponentenkleber mehr, bzw. nur noch gaaanz selten, und dann den TipTop, weil der wirklich saugut ist.

Die Nachteile der Zweikomponentenkleber:
Man muss mischen, und zwar in einem extra Gefäß.
Die Mischung muss zwar nicht unbedingt 100%ig, aber doch einigermaßen stimmen, sonst gibt's Probleme: z. B. wird der "Zeitrahmen" zu eng, oder der Kleber bleibt klebrig, so ähnlich wie Klebeband.
Was übrig ist, das ist verloren.
Zum Schluss noch der wesentliche chemische Unterschied:
Der Zweikomponentenkleber hat als wesentlichen Bestandteil Trichlorethylen, kurz auch "Tri" genannt.
Dieser Stoff ist zwar nicht brennbar, aber umweltmäßig noch viel gemeiner und gefährlicher, als der Pattex-Löser, übrigens spezifisch wesentlich schwerer als Wasser.
Die ganze Gefährlichkeit des Trichlorethylens wurde erst in den letzten ca. 30 Jahren entdeckt: insbesondere extreme Eigenschaften bezüglich der Benetzung und deshalb sehr schnelles Eindringen in feinste Poren.
Diese Flüssigkeit dringt zum Beispiel, wenn man sie auf Betonboden verschüttet, schneller in den Beton ein, versickert also schneller, als dass sie verdunstet.
Was im Betonboden erst mal drin ist, das kann nicht mehr verdunsten, sondern sickert unaufhaltsam weiter ins Erdreich und macht dort viel mehr Probleme als in der Luft, wo es durch Sonneneinstrahlung abgebaut wird.
Tri ist giftiger als das brennbare Zeugs. Der Hautkontakt mit Tri ist zusätzlich nochmals schlimmer wegen dem schnellen eindringen in die Poren.


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Letzte Änderung: 10.11.2010
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