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Ob Neopren, Crash/Crush-Neopren, Gummi
oder Trilaminat - Reparaturen gibt's an allen Anzügen. Das
habe ich mittlerweile aus verschiedenen Zuschriften, insbesondere
im Taucher.net und in DRST Newsgroup mitgekriegt.
Gottseidank betrifft's den GNT kaum, logo: ist ja noch neu.
Es hat sich schon rumgesprochen, dass bei mir außer Glatt-Neopren
auch die anderen repariert werden. Ich mache also auch "Fremdreparaturen".
Dabei habe ich nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich nichts von
der Blindstichnaht (natürlich auch nichts von der sogenannten
Flachnaht) halte.
Ich muss der Fairnes halber sagen, dass diese Abneigung ursprünglich
nur daher kam, dass mir die Nähmaschine zu teuer war.
Gottseidank hat sie sich - jedenfalls für mich - absolut
erübrigt, weil kleben nun einmal besser ist als nähen
(vgl. verletzen des Materials im Kapitel Schnitt und Details).
Es ist allgemein bekannt, dass man unkomprimiertes Neopren Kante
auf Kante stumpf zusammenklebt.
Anschließend wird dann der sogenannte Deckstreifen (zu deutsch:
tape ;-) draufgeklebt, und zwar zur Sicherung, bzw. Verstärkung.
Deckstreifen gibt's natürlich nicht nur auf Neopren, sondern
auch auf allen anderen Materialien.
Ich benutze dreierlei Nahtdeckstreifen anstelle der Vernähung:
Einmal Neoprenband zum draufkleben: ca. 17 - 20mm breit, ca. 2 mm
dick, Klebefläche offene Zellen, andere Seite schwarz kaschiert.
Und zwar wird es mit Kontaktkleber aufgeklebt (Kaschierung muss "vorgestrichen" werden).
Zum andern sehr fein geriffeltes Gummiband: 25 mm breit, ca. 0,6
mm dick, wird ebenfalls mit Kontaktkleber aufgeklebt, kann der
Länge nach halbiert werden und ist mit ca. 13 mm an vielen
Stellen breit genug.
Und zum dritten "Hitzeband" (heattape): ca. 20 mm breit,
ca. 0,5 mm dick: Textilband mit Klebeschicht. Es ist sehr einfach zum Aufbringen, es wird
nämlich einfach draufgebügelt. Aber Vorsicht: es ist
nicht wasserdicht, hat also genau wie die Blindstichnaht nur die
Funktion der Festigkeit, bzw. Verstärkung.
Man braucht etwas Gefühl beim Bügeln: wenn's nicht warm
genug ist, geht's wieder ab, wenn's zu heiß ist geht's gleich
ab, die Hitze kann sogar die Klebenaht wieder "aufschmelzen".
Ich benutze dieses Band bei den Reparaturen, bzw. Änderungen,
bei welchen die Klebenaht "sicher" ist. Vorsicht, dieses
Textilband geht nur auf Kaschierung, nicht auf Latex, Gummi, oder
Glattneopren.
Der GNT hat wegen der absoluten Garantie überall das geklebte
Neoprenband.
Und hier noch mal die Vor- und Nachteile
der einzelnen Bänder:
Neoprenband N2-17 eignet sich besonders anstelle der Blindstichnaht
auf der Innenseite jeden Anzugs bzw. auf der Kaschierung. Der
Vorteil: Es klebt wie der Teufel, und es ist sicher, weil es absolut
wasserdicht ist. Das bedeutet: Wenn die Klebenaht des Anzugs -aus
welchem Grund auch immer- undicht werden sollte, hält immer
noch der Deckstreifen dicht.
Nachteil: mehr Arbeit, die Kaschierung des Anzugs muss wenigstens
2 Stunden vor dem Klebevorgang bereits einmal eingestrichen werden,
also quasi grundiert, man könnte auch sagen: "gummiert
werden". Und das Material ist wegen seiner Dicke nicht so
angenehm wie das hauchdünne Textilband, man hat ja beidseitig
gewissermaßen eine 2mm hohe "Kante".
Gummiband G06-25 eignet sich besonders
zum Bekleben außen auf Glatthaut. Kann aber auch auf Kaschierung
geklebt werden. Ist natürlich ebenfalls wasserdicht. Ist
außen auf Glatthaut schnell gemacht, da ja keine "Vorgrundierung"
erforderlich ist. Aber Vorsicht: man muss glattes Material vorher
aufrauhen.
Auf der Innenseite ist es meiner Meinung nach nicht so gut, weil's
nicht "rutscht".
Textilband TK05-20 ist verarbeitungsmäßig der Hammer:
Draufbügeln, fertig! Bei sicher geklebten Nähten, insbesondere
bei dickem Material, reicht es.
Ist immer noch besser als eine Blindstichnaht, weil ja das Material
nicht "verletzt" wird.
Sehr angenehm, weil hauchdünn und "rutscht" gut.
Ist aber nun mal nicht wasserdicht!
Wichtig: Dieses Band klebt nur auf Textil!
| Bänder - Preise |
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€ |
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| Neoprenband N2-17 |
je m |
2,-- |
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| Gummiband G06-25 |
je m |
3,-- |
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| Textilklebeband TK05-20 |
je m |
3,-- |
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